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„Bau-Deutsch für Anfänger“ – Einstiegsqualifizierung am Bau als Chance für Migranten und Flüchtlinge

Artikel aus BAUDIREKT Ausgabe 1+2/2016Ebrima Jallow ließ mit 16 Jahren Mutter und zwei ältere Geschwister in Gambia zurück und machte sich über Portugal auf, um in Bielefeld sein Glück zu machen. Er hat es geschafft. Er versteht und spricht passabel Deutsch und beendet im Juli seine Ausbildung zum Hochbau-Facharbeiter bei der Plaß Bau Gesellschaft mbH in Bielefeld. Heute ist er wie viele andere Azubis am Bau stolz darauf, von seinem Lohn eine kleine Wohnung zu mieten. Selbstständig sorgt er für seinen Lebensunterhalt. Bis dahin war es ein weiter Weg. […]

(Lesen Sie hier den kompletten Artikel)

BAUDIREKT Ausgabe 1+2/2016

Auszeichnung für Stampfbetonbauten

Besucherinformationszentren: Gebäude an Sparrenburg und Johannisberg „Vorbildlich“

Bielefeld. Das Zwillingsbauprojekt Johannisberg und Besucherinformationszentrum Sparrenburg ist jetzt vom Land NRW ausgezeichnet worden. Es hat zusammen mit 32 anderen Gebäuden das Prädikat „Vorbildliche Bauten NRW 2015“ vom Bauministerium erhalten. Architekt des Projekts ist Max Dudler aus Berlin, Bauherr die Stadt Bielefeld. Der Preis wird alle fünf Jahre vergeben.

Die Jury begründete ihre Entscheidung so: „Das als Ergebnis eines Wettbewerbs entstandene Projekt des Besucherinformationszentrums für die Sparrenburg und des Informationspunkts für die Parklandschaft Johannisberg setzt das Kulturdenkmal mit dem Landschaftsdenkmal durch zwei ungleiche Zwillingsbauten gelungen miteinander in Beziehung. Positiv werden die Gliederung der Außenräume und die klar definierten Wege bewertet. Die Gestaltung des Informationspunktes Johannisberg lehnt sich in Form, Dimension und Material an den Eingriff am Torhaus der Sparrenburg an.“ Weiter heißt es, das Besucherzentrum der Sparrenburg formuliere in Verbindung mit dem Fragment des Torhauses einen neuen Torraum, der Informationspunkt wirke wie ein räumliches Echo auf dessen Konfiguration.
„Um die Ensemblewirkung zu unterstreichen, wurden beide Bauten aus Stampfbeton errichtet und bilden so handwerklich hochwertige Fassaden ab. Der farbige Stampfbeton lehnt sich an die Farbgebung der Umgebung an und transformiert die Steinlagen in den sedimentativen Farbabstufungen des Bauwerks.“ Das kleine Eingangsbauwerk sei bewusst als Pforte interpretiert worden und schaffe eine Raumkante, die den früher räumlich ausfließenden Burghof fasse und den Blick des Besuchers gezielt auf die Stadt Bielefeld lenke.

(Kompletter Artikel auf der Website der NW)

Neue Informationen zum Informationszentrum an der Sparrenburg

Mit Bedauern haben wir seit der Fertigstellung des Besucherinformationszentrums an der Sparrenburg in Bielefeld im September 2014 einige negative Aussagen in Bezug auf das Gebäude vernommen.

Wir können allerdings versichern, dass die Arbeiten des Unternehmens Plaßbau GmbH wie geplant und mit größter Sorgfalt ausgeführt wurden. Die Bauart des Gebäudes ist sicherlich außergewöhnlich. Daher kann es sein, dass das ungewohnt aussehende Gebäude durch seine historische Bauweise auf einige Menschen wie eine mangelhafte Arbeit wirkt. Die Fassade soll sich an das mittelalterliche Mauerwerk der Sparrenburg anlehnen und an natürliche Sedimentschichten erinnern.

An dieser Stelle möchten wir gerne noch das Rechercheprotokoll von Herrn Boldrin veröffentlichen, der mit Herrn Dudler ein Interview zu den letzten Vorkommnissen geführt hat.
Des Weiteren finden Sie hier noch eine PDF mit dem Artikel von Kurt Ehmke und Alexandra Buck, der am 13. Januar 2015 in der NW Bielefeld abgedruckt wurde und in dem Auszüge des Interviews verwendet wurden.

Antwort Herr Dudler auf die Anfrage der NW vom 12.01.2015

Moniert werden zurzeit Risse und Abplatzungen – droht aus Ihrer Sicht ein langsamer Verfall des Gebäudes oder ist das ein Prozess, der dazu beiträgt, die Optik zu verändern, der aber irgendwann einmal in ein stabiles Gleichgewicht mündet und deshalb keine Korrekturen erfordert?

Die Stampfbetonbauweise ist ein sehr altes Handwerk. Es wurde in der Römerzeit entwickelt. Auch heutige Stampfbetonwände zeigen aufgrund ihrer Herstellungsweise und der Zuschläge nicht die Perfektion industrieller Oberflächen. Genau aus diesem Grund haben wir dieses Material vorgeschlagen. Wie Sedimentschichten gewachsener Steine fließen in die Wandflächen die Farben und Texturen der Burgruine ein: der Muschelkalk der Mauern und der Sandstein der Gewände. Die lebendige Struktur des trockenen Betons und der Stampfschichten verbindet sich mit der Architektur der Sparrenburg. Wie die alten Mauern verändert sich das Aussehen des porösen Materials mit jeder Witterung. Auch die hier geleistete handwerkliche Arbeit bleibt sichtbar. Aus demselben Grund haben wir auch keine planmäßigen Dehnungsfugen mit Plastikfüllung gelegt. Dadurch kommt es zu Dehnungsrissen, die sich wie bei einem gewachsenen Stein mit den Stampfschichten überlagern. Diese Wirkung ist Teil unserer Vorstellung von einer Architekturform, die sich mit der Ruine verbindet um sich eben nicht als cleane Gegenwelt zur Geschichte darstellt. Keineswegs bedeutet dies aber, dass das Gebäude nun in sich zusammen fällt: Es besteht dadurch auch keine Beeinträchtigung der Lebensdauer des Gebäudes.

Wir glauben, dass die Menschen die ästhetische Idee dieser Architektur bald begreifen und auch schätzen können. Etwas anderes sind die sogenannten „Abplatzungen“: Sie sind nachweisbar auf eine mechanische Einwirkung von außen zurückzuführen. Es handelt sich also um Vandalismus, der unerfreulichen aber offenbar unvermeidlichen Begleiterscheinung dieses ästhetischen Aneignungsprozesses. In Ostwestfalen haben wir das in der Form allerdings so nicht erwartet.

In Heidelberg gibt es ebenfalls Probleme, liegen die an der Ausführung vor Ort oder an Fehlplanung seitens Ihres Büros?

Niemand ist beim Bauen vor Fehlern gefeit. In Heidelberg handelt es sich um einen Ausführungsfehler einer Baufirma.

Gibt es an weiteren Orten vergleichbare Probleme mit Stampfbetonbauten?

Aus unserer Sicht gibt es in Bielefeld keine Probleme mit dem Stampfbeton, sondern einige Bürger haben Probleme damit, unsere Begeisterung für die eigentümliche Schönheit dieses Materials nachzuvollziehen. Und das ist auch gut und richtig so. Die Ästhetische Aneignung durch die Menschen – wenn es denn dazu kommt – benötigt seine Zeit. Das Neue braucht immer seine Zeit. Es ist ein Prozess und wir führen diese Diskussion gerne.

Der in Bielefeld beauftragte Unternehmer beklagt, dass er auf Defizite in der Planung hingewiesen habe, aber nicht gehört worden sei. Ein Beispiel: ein Wasserschutz auf dem Dach.

Wir waren sehr zufrieden mit der Arbeit der Betonbauer. In Bezug auf die Attika (den „Wasserschutz“) wurde Herr Plaß wohl nicht richtig dargestellt. Die Ausführung der Attika wurde mit unserer Zustimmung in seinem Sinne ausgeführt. Richtig an dem Artikel auf den die Frage abzielt ist, dass der Bau von uns „so gewünscht“ war. Wir stehen zu allen Entscheidungen die wir getroffen haben und glauben sogar, dass man dies eines Tages auch in einer Bielefelder Zeitung als positiv anerkennen wird. Die nationale und internationale Fachpresse war auf jeden Fall von Anfang an sehr begeistert. Es wird Sie übrigens überraschen, wie viel Aufmerksamkeit Bielefeld etwa in der italienischen Domus erfährt.

Sie haben ja nun jahrelange Erfahrung mit ähnlichen Bauen und dem Material Stampfbeton – fügt sich Bielefeld mit seinen Debatten ein in Ihre Erfahrungen; oder unterscheidet sich die Debatte hier von den Erfahrungen an anderen Orten?

Auch im Zuge der Neudefinition des Hambacher Schlosses gab es ähnliche Diskussionen. Inzwischen haben sich die Besucherzahlen fast verdoppelt und das Land macht mit dem Bau Werbung auf Bussen. Wenn es um Bauwerke geht die die Identität der Bürger berühren, so wie es in Bielefeld und auch in Hambach der Fall ist, muss es diese kritische Begleitung geben. Schlimm wäre, wenn es den Leuten egal wäre.

Stampfbeton für Bielefelds Wahrzeichen

Wir freuen uns bekannt geben zu dürfen, dass das Besucherinformationszentrum der Bielefelder Sparrenburg fertiggestellt wurde. Die Eröffnungsfeier am 17. September 2014 war ein voller Erfolg. Unten können Sie einige Bilder von besagtem Nachmittag finden.

„Poesie in Stampfbeton
Besucherzentrum in Bielefeld von Max Dudler

Dafür, dass Bielefeld laut einer im Netz hartnäckig kursierenden Verschwörungs-Theorie gar nicht existiert, steht sein Wahrzeichen, die Sparrenburg, ganz schön dominant über der Stadt. Die im zweiten Weltkrieg stark beschädigte Burgruine zeigt Relikte aller Epochen: der mittelalterlichen Burg, der neuzeitlichen Festung und der Rekonstruktion des 19. Jahrhunderts. Es gibt einen 37 Meter hohen Turm, ein Hauptgebäude, ein Wirtschaftsgebäude und die Überreste eines Torhauses. An dieses schließt sich nun der eingeschossige Neubau eines Besucherzentrums an, das nach Plänen von Max Dudler (Berlin; Projektleitung: Simone Boldrin) entstand und am 17. September eröffnet wird.“
(Kompletter Artikel auf der Website von BauNetz)


Wir gratulieren John Martens zur bestandenen Prüfung

Seit seiner erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung in unserem Betrieb ist John Martens als Beton-und Stahlbetonbauer bei uns beschäftigt. Wir freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit!

„Reif für eigenverantwortliche Arbeit
94 Auszubildende im Fachbereich Bau erhalten ihre Gesellenbriefe / Werbung für das Handwerk

VON SUSANNE LAHR
Brackwede. Eine erste wichtige Stufe auf ihrer Karriereleiter haben 94 junge Menschen erklommen. Sie erhielten bei der Lossprechungsfeier der Kreishandwerkerschaften Bielefeld und Gütersloh ihre Gesellenbriefe. In den acht vertretenen Gewerken im Fachbereich Bau wurden zudem die Jahrgangsbesten ausgezeichnet.“
(Kompletter Artikel auf der Website der NW)